Blick in die Zukunft von Streuobstwiesen

 Voll erblühte Obstbäume erfreuten beim Rundgang des OGV. (Foto: Erich Heybach)
Voll erblühte Obstbäume erfreuten beim Rundgang des OGV. (Foto: Erich Heybach)

 

Es war ein frühsommerlicher Tag, und alles blühte um die Wette. Kirsche und Birne hatten bereits ihren Höhepunkt, doch die Apfelbäume zeigten sich in üppiger Blütenpracht, und aus den sattgrünen Wiesen leuchtete das Gelb von Löwenzahn und Hahnenfuß. Dazu ein strahlend blauer Himmel. – Diesen malerisch schönen Tag hatte sich der OGV für den diesjährigen Blütenrundgang ausgesucht, bei dem es neben dem Genuss der Natur auch Interessantes zu sehen und zu hören gab.

 

 

 

Der Weg der Wandergruppe führte zunächst östlich der „Steinäcker“ durch die Obstwiesen. Diese stammen aus einer Zeit, als sowohl das Obst als auch Gras und Heu für Tier und Mensch lebensnotwendig waren. Jetzt ist das Gras eher lästig, und die Pflege der Hochstamm-Obstbäume, und auch die Ernte, ist nicht mehr wirtschaftlich. Doch es gibt sie noch, die Idealisten, die sich um den Erhalt dieser Kulturlandschaft kümmern, und die Wert auf gesundes heimisches Obst legen.

 

 

 

Aber wie geht es wohl weiter? Man konnte sehen, was möglicherweise die Zukunft eines großen Teils der heutigen Streuobstwiesen sein wird: Entweder man macht gar nichts, und es kommt zur Verbuschung und Bewaldung, oder aber die Wiesen werden zum Freizeitgelände, auf denen die Bäume als Schattenspender bleiben dürfen und die früheren Blumenwiesen in Rasenflächen umgewandelt werden.

 

 

 

Am nördlichen Rand der Obstwiesen standen die Wanderer dann vor einer erfreulichen Neupflanzung: Ca. 60 Hochstamm-Obstbäume verschiedenster Art wurden dort im Auftrag der Gemeinde gepflanzt. Das allerdings ist eine Ausgleichsmaßnahme für den Eingriff in die Natur beim Erschließen des neuen Baugebiets „Bergteile“, wo bisher die Gemeinde-Obstanlagen waren. Damit wurde die weitere Bedrohung unserer Streuobstwiesen angesprochen, der Bedarf an Bauland.

 

 

 

All diese Zukunftsgedanken konnten die Freude über diesen schönen Tag und an der prachtvollen Natur jedoch nicht vermiesen. Und als Ergänzung des Genusses ließ man sich zum Abschluss des ausgedehnten Spaziergangs von der OGV-Chefin Gudrun und ihren Helferinnen im Vereinsheim zu Kaffee und Kuchen, und zu einem Vesper einladen. Bei gemütlicher Unterhaltung blieb man dort gerne auch noch etwas sitzen.

 

 

 

EH